Aktuelles

    Müttergenesung sieht Mutter-Kind-Kuren gefährdet

    Die Situation für Mutter-Kind-Kliniken spitzt sich zu. Bis Ende September standen sie als Teil der lokalen Notfallversorgung unter dem Rettungsschirm der Bundesregierung. Aktuell verweigert das Gesundheitsministerium eine Folgeregelung.

    Freiburg/Hildesheim. „Wir gehören zur Katholischen Arbeitsgemeinschaft Müttergenesung (KAG) auf Bundesebene. Diese hat den Bundesgesundheitsminister seit August dringend zu weiteren Absicherungen für Mutter-Kind-Kliniken aufgefordert“, sagt Renate Sackmann, Leiterin des Geschäftsbereichs Mutter-Kind-Kliniken der Caritas im Bistum Hildesheim. „Unsere Hygienekonzepte sehen eine verringerte Belegung vor, um eine sichere Umgebung für Mütter und Kinder zu erreichen. Diese Minderauslastung unserer Kuren können wir ohne finanzielle Unterstützung durch Staat oder Krankenkassen nicht tragen“, so Sackmann.

    Erst seit Juni dürfen Mutter-Kind-Kliniken wieder Patientinnen aufnehmen. Nur langsam und unter Berücksichtigung eines Sicherheits- und Hygienekonzepts wird die Kapazität erhöht. Lucia Lagoda, Bundesvorsitzende der KAG und Kuratorin im Deutschen Müttergenesungswerk, sagt: „Die Belegung der Kliniken ist äußerst fragil. In dieser schwierigen Situation sind sie seit dem 1. Oktober ausschließlich auf sich allein gestellt. Wir sind tief besorgt, dass dieses wichtige Gesundheitsangebot erneut in seinem Fortbestand bedroht ist“. Es sei überhaupt nicht nachvollziehbar, warum Auslastungseinbrüche für Reha-Kliniken im Bereich der Rentenversicherung weiter abgesichert werden, während die Reha-Kliniken im Bereich der Krankenversicherungen allein sehen müssten, wie sie klarkommen.

    Renate Sackmann weiß um die besondere Verantwortung für die Gesundheit der erschöpften Mütter: „Durch die Pandemie sind die gesundheitlichen Belastungen für Familien weiter gewachsen, für das kommende Jahr gehen wir nochmals von einem höherem Bedarf aus. Doch in den Kliniken ist ein Regelbetrieb mit voller Auslastung nicht zu erreichen, trotz bester Hygiene-Konzepte kann es immer zu Schließungen oder Minderbelegungen kommen. Der Politik und den Krankenkassen muss klar sein, dass ohne finanzielle Unterstützung ein wichtiges familienunterstützendes Instrument wegbrechen wird. Daher hoffen wir dringend auf eine Folgeregelung, um die akute existenzielle Gefährdung der Mutter-Kind-Kliniken abzuwenden.“

    Im vergangenen Jahr haben 32.000 Mütter und Kinder bundesweit eine Vorsorge- und Reha-Maßnahme in den Mitgliedskliniken der KAG genutzt. Im Bistum Hildesheim waren es 2400 Mütter mit 3750 Kindern in den Kliniken Langeoog, Wangerooge und Braunlage.

    23.10.2020

    Mehr Information:

    Renate Sackmann
    Leiterin Geschäftsbereich Mutter-Kind-Kliniken
    Caritas im Bistum Hildesheim
    E-Mail: sackmann@caritas-dicvhildesheim.de
    Telefon 05121 938-146


    Unsere Mutter-Kind-Kurmaßnahmen unter Corona-Bedingungen

    Auch für uns und unsere Patientinnen bringt die Corona-Pandemie einige Einschränkungen mit sich. Die vergangenen Kurgruppen haben jedoch gezeigt, dass wir dennoch für unsere Patientinnen erfolgreiche Therapien und für deren Kinder eine freudige Zeit in unserem Juniorclub bieten können. Unser „Corona-Konzept“ passen wir laufend an die gesetzlichen Vorgaben an und gleichen es mit unseren Erfahrungen der letzten Monate ab.    

    Hier finden Sie Informationen zu den zunächst bis Ende November geltenden besonderen Bestimmungen in unserer Einrichtung:

    Patienteninformation Kurbedingungen Corona bis 20.11.20 

    Patienteninformation Hygieneregeln im Speisesaal 

     

    Beginnend mit der „Silvesterkur“ ab dem 28. Dezember gelten diese Bestimmungen:

    Patienteninformation Kurbedingungen Silvesterkur ab 28.12.20 

    Patienteninformation Kurbedingungen Kleinkindkuren 18.01. – 01.03.21

    Patienteninformation Hygieneregeln im Speisesaal 

     

    Silvesterkur ab 28. Dezember

    Silvester ist auf Langeoog Hauptsaison – unzählige Gäste feiern auf der Nordseeinsel ins neue Jahr, alle Geschäfte, Cafés und Restaurants sind geöffnet.

    … und nur wenige Tage später wird es ganz ruhig. Den 13 Kilometer langen Sandstrand haben Sie nun ganz für sich. Genießen Sie die Weite, lassen Sie sich den Wind um die Ohren wehen, kuscheln Sie sich mit Ihrem Kind ein.

    Verbringen Sie den Jahreswechsel bei uns auf Langeoog und sammeln Sie Kraft und Energie für 2021. In unserer Silvesterkur vom 28. Dezember bis zum 18. Januar sind noch Plätze frei!

    Flyer Silvesterkur          

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

    Zu Jahresbeginn: Fokus auf Kleinkinder

    Mit unseren Kleinkindkuren zum Jahresbeginn konzentrieren wir uns auf Frauen mit Kleinkindern unter drei Jahren. Ältere Geschwister sind uns willkommen.

    Während dieser Kurmaßnahmen geht unser pädagogisches Personal im Juniorclub ganz besonders auf die Bedürfnisse von Kleinkindern ein. Die Betreuung findet in Kleingruppen mit einem hohen Personalschlüssel statt.

    Den Müttern bietet unser psychosoziales und pädagogisches Team ein großes Themenspektrum rund um Erziehung und Familie.

    Unsere Kleinkindkuren starten am 18. Januar sowie am 8. Februar 2021. Es sind noch Plätze frei!

    Flyer Kleinkindkuren 

     


     

    „Tentakel Spektakel“ auf Langeoog

    Auch in diesem Jahr hat uns wieder Herbert Mische mit seiner „Lila Bühne“ besucht. Drei seiner unterhaltsamen und gleichzeitig lehrreichen Vorstellungen gab der Puppenspieler Ende März für unsere Kinder und ihre Mütter zum Besten.

    Im „Tentakel Spektakel“ zum Beispiel tauchte er mit Sauerstoffflasche und Taucherbrille ein in die Unterwasserwelt. Die Zuschauer lernten allerlei Meerestiere kennen, die sich zu Beginn der Geschichte einig sind: „Menschenmüll ist bestimmt prima!“. Denn in Menschenmüll können Krabben spielen und Schnecken wohnen und der Ritsche-Ratsche-Sägefisch kann seine Säge austauschen. Nur der alte Krake warnt: „Müll kann gefährlich sein!“ – doch ihm glaubt niemand. Als dann eine Plastiktüte voller Müll gefunden wird, ist die Überraschung groß: Die Muscheln ersticken beinahe unter der Tüte, eine Dose ist kein gemütliches Haus für die Schnecke, durchsichtige Plastikflaschen taugen nicht als Versteck beim Spielen, der Ritsche-Ratsche-Sägefisch macht sich mit einer Suppenkelle anstatt seiner Säge lächerlich und einer Flasche entströmt ein Gift, von welchem dem Krebs ganz übel wird. Letztlich müssen die Tiere (und die Kinder!) den Taucher Herbert Mische zu Hilfe rufen, der für sie das Meer säubert – denn alleine können sie das nicht.

    Mit Gesang, kindgerechter Wiederholung und dem Einbezug der Kinder in das Geschehen traf Hebert Mische einmal mehr den Nerv seines Publikums und vermittelte ganz nebenbei Botschaften zu Umweltschutz und Hilfsbereitschaft.

    Die „Lila Bühne“ befindet sich in diesem Jahr auf Abschiedstour. Im Oktober kommt sie noch einmal zu uns, dann geht Herbert Mische in den wohlverdienten Ruhestand.   

     


    Pressemitteilung

    Mit Online-Kurtest zur Mutter-Kind-Kur im Winter

    Die Weihnachtszeit ist für viele Menschen die schönste Zeit im Jahr. Doch gerade für Mütter birgt diese Zeit besondere Herausforderungen, denn es gilt, zahlreiche Vorbereitungen zu treffen. Seien es Plätzchen backen, die Wohnung dekorieren oder Weihnachtsgeschenke kaufen: Dinge, die schön sind und Spaß machen können, insgesamt aber viel Kraft kosten. Kraft, die manchmal schon nicht mehr da ist. Viele Mütter nehmen zu wenig Rücksicht auf sich selbst, denn Familie und Kinder stehen für sie im Vordergrund. Das kann zu ernsthaften Erschöpfungszuständen führen. Mütter in Kurmaßnahmen leiden zu 87% an Erschöpfungszuständen bis zum Burn-out.

    „Erschöpften Müttern empfehlen wir, an eine Kurmaßnahme zu denken. Das Müttergenesungswerk bietet Müttern in Form von Mütterkuren oder Mutter-Kind-Kuren eine wertvolle Zeit zum Krafttanken“, so Anne Schilling, Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes. „Da viele Mütter viel zu lange warten bis sie einen Antrag für eine Kurmaßnahme für ihre Gesundheit stellen, bietet das Müttergenesungswerk einen anonymen Online-Kurtest auf seiner Internetseite an. Dieser gibt Müttern Hinweise darauf, ob eine Mütter- oder Mutter-Kind-Kurmaßnahme zur Stärkung ihrer Gesundheit notwendig ist.“

    Gerade auch im Winter kann eine Kurmaßnahme für die Regeneration besonders förderlich sein, da sich therapeutische Maßnahmen und klimatische Bedingungen verbinden und besonders positive Effekte ermöglichen.

    Mütter können eine Kurmaßnahme mit oder ohne ihr Kind bzw. ihre Kinder beantragen und hierfür die kostenlose Hilfe der rund 1.200 Beratungsstellen im Verbund des Müttergenesungswerkes in Anspruch nehmen. Hier werden alle Fragen rund um die Kurmaßnahme geklärt – die Auswahl der richtigen Klinik, die Vorbereitung und bei Bedarf die Möglichkeit der Unterstützung durch Spendenmittel des Müttergenesungswerks.

    Den Online-Kurtest sowie alle Informationen zu den Kurmaßnahmen und Beratungsstellen in Wohnortnähe erhalten betroffene Mütter auf www.muettergenesungswerk.de oder über das Kurtelefon: 030 330029-29.

    Weitere Informationen und Kontakt:
    Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk
    Bergstraße 63, 10115 Berlin
    Ansprechpartnerin: Anne Schilling, Tel.: 030 3300290
    Kurtelefon: 030 33002929
    Spendenkonto: IBAN: DE13 7002 0500 0008 8555 04, BIC: BFSWDE33MUE

     

    Die Elly Heuss-Knapp-Stiftung, Deutsches Müttergenesungswerk (MGW) wurde 1950 von Elly Heuss-Knapp, der Frau des ersten Bundespräsidenten, gegründet. Ziel der gemeinnützigen Stiftung ist die Gesundheit von Müttern. Inzwischen wurde die Arbeit des MGW mit der „Zustiftung Sorgearbeit“ auf Väter und pflegende Angehörige ausgeweitet. Unter dem Dach des MGW arbeiten fünf Wohlfahrtsverbände bzw. deren Fachverband/Arbeitsgemeinschaft (AWO, DRK, EVA, KAG, Parität) zusammen. Besonders zeichnet sich das MGW mit dem MGW-Qualitätssiegel in allen anerkannten Kliniken und durch das Konzept der Therapeutischen Kette im MGW-Verbund aus. Diese umfasst die kostenlose Beratung der Betroffenen bei rd. 1.200 Beratungsstellen der Wohlfahrtsverbände für Fragen rund um die Kurmaßnahmen für Mutter und Mutter-Kind bzw. Vater-Kind sowie pflegende Angehörige, die Kurmaßnahme in den 76 vom MGW anerkannten Kliniken und die Nachsorgeangebote vor Ort. Die Stiftung steht unter der Schirmherrschaft der Frau des Bundespräsidenten, Elke Büdenbender. Das Müttergenesungswerk benötigt Spenden, z.B. zur Unterstützung bedürftiger Mütter und ihrer Kinder bei der Durchführung einer Kurmaßnahme, für Beratung und Nachsorgeangebote sowie für Informations- und Aufklärungsarbeit.


     

     

    Förderung durch Glücksspirale

    Das Team der Mutter-Kind-Klinik freut sich über einen neuen Schulungsraum zur Behandlung und Prävention von Neurodermitis und Asthma. Die Anschaffung des Mobiliars wurde möglich durch eine Förderung der Glücksspirale  Herzlichen Dank!!!